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Golf im Süden von Gran Canaria

Anfi Tauro Golf: die große Bühne im Tal von Tauro

Dunkler Fels, heller Sand und Fairways wie grüne Schneisen im Tal. Anfi Tauro beeindruckt sofort. Seine sportliche Qualität zeigt sich erst später.

Stand: 17. Februar 2026 Lesedauer: etwa 4 Minuten Cart-Platz
Anfi Tauro Golf in der Vulkanlandschaft im Süden von Gran Canaria
Zwischen Fels, Atlantik und Palmen wirkt der Platz wie eine bewusst gebaute Landschaft.

Der erste Abschlag fühlt sich weniger wie der Beginn einer Golfrunde an als wie der Eintritt in eine Kulisse. Helle Felswände steigen hinter den Spielbahnen auf, Bunker leuchten fast weiß, und das Grün wirkt vor dem trockenen Tal beinahe unwirklich.

Anfi Tauro arbeitet mit Kontrasten. Die Bahnen sind groß gezeichnet, die Blickachsen klar und viele Abschläge erhöht. Man versteht schnell, weshalb der Platz beim ersten Besuch so viel Eindruck hinterlässt.

Anfi Tauro ist zuerst Landschaft. Das Golfspiel folgt einen Moment später.

Große Bilder, klare Linien

Wasser, Fels und Sand sind hier nicht bloß Hindernisse. Sie ordnen die Bahnen und geben dem Spieler eindeutige Zielpunkte. Das wirkt dramatisch, bleibt spielerisch aber meist gut lesbar.

Die Risiken sind sichtbar. Wer eine sichere Linie sucht, erkennt sie früh. Wer offensiver spielt, weiß ebenfalls, worauf er sich einlässt.

Fairway des Anfi Tauro Golfplatzes zwischen den Vulkanhängen
Klare Zielbereiche und deutliche Kontraste machen viele Bahnen schnell verständlich.

Warum Salobre sportlich mehr verlangt

Anfi Tauro ist keineswegs leicht. Wasser, Höhenwechsel und Doglegs können einen Score schnell beschädigen. Dennoch fehlt manchen Bahnen jene strategische Unruhe, die einen Platz auch nach mehreren Runden schwer berechenbar macht.

Salobre fordert anders. Auf dem Old Course entscheiden Hanglagen und Course-Management. Der New Course ist länger, rauer und weniger nachsichtig. Dort muss der Spieler häufiger auf Gelände und Wind reagieren, statt nur eine klar sichtbare Linie auszuführen.

Anfi Tauro bleibt deshalb die größere Bühne. Salobre ist die strengere Prüfung.

Der Cart bestimmt den Rhythmus

Höhenunterschiede und längere Verbindungswege machen das Cart hier zur logischen Wahl. Bei Wärme ist das angenehm, doch die Runde bekommt dadurch einen anderen Takt: fahren, aussteigen, schlagen, weiterfahren.

Was zu Fuß langsam aufeinanderfolgen würde, erscheint nun in schnellen Bildern. Das passt zum Platz – kostet ihm aber etwas von jener Ruhe, in der Golf gewöhnlich seinen eigenen Rhythmus findet.

Panoramaabschlag auf dem Anfi Tauro Golfplatz auf Gran Canaria
Die stärksten Momente entstehen dort, wo sich das Tal plötzlich zum Atlantik öffnet.

Ein Platz, den man nicht übersehen kann

Anfi Tauro muss nicht der schwierigste Golfplatz der Insel sein. Seine Qualität liegt in der Konsequenz, mit der die Landschaft in Szene gesetzt wird. Fast jede Bahn besitzt einen klaren visuellen Gedanken.

Am Ende bleiben weniger einzelne Schläge als Farben: grünes Fairway, weißer Sand, dunkler Fels und dahinter der Atlantik. Anfi Tauro ist kein stiller Platz. Er setzt auf Wirkung – und bekommt sie.